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Anweiden

Pferde richtig anweiden (2026): Plan, Dauer & Fehler vermeiden - mit Anweide-Tabelle

Das richtige Anweiden beim Pferd ist im Frühjahr entscheidend für die Gesundheit. Nach der Winterfütterung mit Heu muss sich der Verdauungstrakt langsam an das frische, energiereiche Gras gewöhnen. Erfolgt die Umstellung zu schnell, steigt das Risiko für Verdauungsprobleme oder sogar Hufrehe erheblich. Ein Pferd sollte mindestens 2 - 4 Wochen angeweidet werden.

Mit einem strukturierten Anweideplan für Pferde und gezielter Unterstützung des Stoffwechsels gelingt der Start in die Weidesaison sicher und pferdegerecht.

Warum ist das Anweiden beim Pferd so wichtig?

Frühlingsgras unterscheidet sich stark von der Winterration: Es enthält viel Zucker (Fruktan), Eiweiß und leicht verfügbare Energie. Der Darm des Pferdes muss sich erst an diese neue Futterzusammensetzung anpassen. Eine zu schnelle Umstellung kann zu:

  • Durchfall oder Kotwasser
  • Koliken und Blähungen
  • Stoffwechselentgleisungen
  • Hufrehe beim Pferd führen.

👉 Deshalb gilt: Pferde immer langsam anweiden und den Verdauungstrakt gezielt unterstützen.

Wann sollte man ein Pferd anweiden?

Der optimale Zeitpunkt für das Anweiden von Pferden hängt von mehreren Faktoren ab:

  • Graswachstum (ca. 15–20 cm)
  • Wetter und Temperaturen: Nicht bei Frost anweiden!
  • Zustand der Weide
  • individueller Stoffwechsel/Sensibilität des Pferdes (z.B. Rehepferde)
  • Gesundheitszustand des Pferdes

In der Regel beginnt die Anweidezeit zwischen März und Mai.

Besonders vorsichtig anweiden solltest du bei:

  • leichtfuttrigen Pferden und Ponys
  • Pferden mit empfindlichem Stoffwechsel
  • Pferden mit Hufrehe-Vorgeschichte

Der ideale Anweideplan für Pferde

Ein strukturierter Anweideplan hilft, das Risiko von Verdauungsproblemen zu minimieren. Füttere deinem Pferd vor dem Anweiden immer ausreichend Raufutter in Form von einwandfreiem Heu. So minderst du Probleme und auch den Heißhunger aufs frische Gras.

Anweide-Tabelle

TagDauer des AnweidensTipps
13 MinutenAnweiden an der Hand
25 Minuten An der Hand anweidenAnweiden an der Hand
310 MinutenNicht hungrig ans Gras lassen
410 MinutenVorher Heu füttern
515 MinutenPferd beobachten
620 MinutenLangsam steigern
725 MinutenAnweiden in der Gruppe
8-1030 MinutenLangsam weiter steigern
11-1240 MinutenPferde beobachten
13-141 StundeVerdauung stabilisieren
15-161,5 StundenGesundheit im Auge behalten
17-212 StundenAufenthalt weiter steigern
22-242,5 StundenVerdauung beobachten
25-283 StundenVorsichtig weiter steigern
  • Woche 1: 5–15 Minuten Weidegang täglich
  • Woche 2: 20–30 Minuten täglich
  • Woche 3: 30–60 Minuten täglich
  • Woche 4: 1–2 Stunden täglich

Danach kann die Weidezeit langsam weiter gesteigert werden.

Fruktangehalt im Gras

Weide dein Pferd im Idealfall nachmittags zwischen 14 und 17 Uhr an, dann ist der Fruktangehalt im frischen Gras am niedrigsten. Morgens ist der Fruktangehalt im Weidegras oft noch hoch. Im April und Anfang Mai herrscht oft noch Nachtfrost/Bodenfrost. Um gesundheitlichen Problemen vorzubeugen, solltest Du daher nicht zu früh am Tag dein Pferd frisches Gras fressen lassen. Die Fruktangehalte sind dann sehr hoch und vor allem für vorerkrankte Pferde (z.B Hufrehe, Cushing) gefährlich.

Weide dein Pferd nur auf Weiden an, die ganz sicher ohne Giftpflanzen sind und die nicht vor Kurzem gedüngt oder chemisch behandelt wurden. Falls du unsicher bist, frage den zuständigen Pferdewirt.

👉 Wichtig: Jedes Pferd reagiert individuell – beobachte dein Pferd genau und passe den Plan entsprechend an.

Verdauung und Stoffwechsel gezielt unterstützen

Während der Anweidephase ist der Organismus besonders gefordert. Eine gezielte Unterstützung kann helfen, den Übergang zu erleichtern und Verdauungsprobleme beim Pferd zu vermeiden.

Bewährt haben sich:

  • strukturreiches Heu als Basis
  • hochwertige Mineralstoffe
  • natürliche Kräuter zur Unterstützung des Darms

Produkte wie die Ostpreußen Kräuter können die Darmflora auf natürliche Weise stabilisieren und den Stoffwechsel im Fellwechsel unterstützen.

Zusätzlich kann ein Ergänzungsfutter wie LEXA Digestol sinnvoll sein, um die Verdauung gezielt zu fördern und das Risiko von Kotwasser oder Blähungen zu reduzieren.

Wichtige Tipps beim Pferd anweiden

Damit das Anweiden deines Pferdes sicher verläuft:

  • Nie hungrig auf die Weide stellen → vorher Heu füttern
  • Langsam steigern → keine sprunghaften Erhöhungen
  • Nachmittags anweiden → geringerer Fruktangehalt im Gras
  • Pferd täglich beobachten → Kot, Verhalten, Appetit
  • Immer frisches Wasser bereitstellen

7 typische Fehler beim Anweiden (und wie du sie vermeidest)

Diese Fehler solltest du beim Anweiden von Pferden unbedingt vermeiden:

  1. Pferd hungrig auf die Weide lassen
    • Lösung: Immer vorher Heu füttern
  2. Zu schnelle Steigerung
    • Lösung: Anfangs maximal + 10 Minuten erhöhen
  3. Nach Frost Anweiden
    • Lösung: 1-2 Tage warten
  4. Zu lange Weidezeit am Anfang
    • Lösung: Strikt an den Plan/die Anweide-Tabelle halten
  5. Risikopferde nicht beachten
    • Lösung: Langsamer Anweiden
  6. Keine Beobachtung
    • Lösung: Täglich Gesundheit und Verhalten checken
  7. Zu spätes Eingreifen
    • Lösung: Bei ersten Symptomen sofort pausieren

👉 Diese Fehler erhöhen das Risiko für Koliken und Hufrehe beim Pferd deutlich.

Woran erkennt man Probleme beim Anweiden?

Achte während der Anweidephase auf folgende Warnsignale:

  • weicher Kot oder Durchfall
  • Blähungen
  • Unruhe oder Mattigkeit
  • Fressunlust

Treten solche Symptome auf, sollte die Weidezeit sofort reduziert werden.

Fazit: Pferde richtig anweiden schützt die Gesundheit

Ein durchdachtes und langsames Anweiden beim Pferd ist der Schlüssel für einen gesunden Start in die Weidesaison.

Mit einem klaren Anweideplan, ausreichend Heu und gezielter Unterstützung durch Produkte wie Ostpreußen Kräuter oder LEXA Digestol lässt sich der Verdauungstrakt optimal auf das frische Gras vorbereiten.

So vermeidest du Risiken wie Verdauungsprobleme oder Hufrehe – und dein Pferd kann die Weidezeit entspannt genießen.

Aktueller Stand: April 2026

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