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Magenprobleme beim Pferd: Ursachen, Symptome & Behandlung verständlich erklärt

22.05.2026 / Gesundheit
Magenprobleme beim Pferd: Ursachen, Symptome & Behandlung verständlich erklärt - Magenprobleme beim Pferd: Ursachen, Symptome & Behandlung verständlich erklärt

Magenprobleme beim Pferd erkennen: Symptome, Ursachen & Magengeschwür behandeln

Magenprobleme beim Pferd entstehen häufig durch Stress, lange Fresspausen oder falsche Fütterung. Typische Symptome sind Appetitlosigkeit, Leistungsabfall, Gurtzwang und Koliken. Unbehandelt können Magenprobleme zu Magengeschwüren führen.

Was genau sind Magenprobleme?

Magenprobleme beim Pferd umfassen verschiedene Erkrankungen und Funktionsstörungen des Magens. Besonders häufig treten Entzündungen der Magenschleimhaut oder Magengeschwüre auf. Der Pferdemagen ist vergleichsweise klein und darauf ausgelegt, kontinuierlich kleine Mengen Futter aufzunehmen. Wird dieses natürliche Fressverhalten gestört, kann die aggressive Magensäure die empfindliche Schleimhaut angreifen.

Da Pferde nahezu rund um die Uhr Magensäure produzieren, reagieren sie empfindlich auf längere Fresspausen, Stress oder ungeeignete Fütterung. Magenprobleme können sowohl Freizeitpferde als auch Sportpferde, Zuchtstuten oder Fohlen betreffen.


Typische Symptome bei Magenproblemen beim Pferd

Magenprobleme äußern sich bei Pferden oft unspezifisch. Viele Symptome werden zunächst mit Trainingsproblemen, Unrittigkeit oder Verhaltensauffälligkeiten verwechselt.

Typische Anzeichen sind:

  • Wiederkehrende leichte Koliken
  • Appetitlosigkeit oder mäkeliges Fressen
  • Gewichtsverlust
  • Leistungsabfall
  • Mattigkeit
  • Gurtzwang
  • Leerkauen
  • Flehmen
  • Zähneknirschen
  • Häufiges Gähnen
  • Unruhe beim Putzen oder Satteln
  • Empfindlichkeit im Bauchbereich
  • Kotwasser oder Verdauungsprobleme
  • Verändertes Verhalten unter dem Reiter
  • Schlechte Bemuskelung trotz Training

Manche Pferde zeigen nur sehr subtile Veränderungen. Gerade chronische Magenschmerzen entwickeln sich oft schleichend.


Ursachen für Magenprobleme beim Pferd

Magenprobleme beim Pferd entstehen häufig durch eine Kombination aus Fütterung, Haltung und Stress. Besonders empfindlich reagiert der Pferdemagen auf lange Fresspausen, psychischen Druck und eine unausgewogene Ernährung. Bleiben erste Anzeichen unbemerkt, kann sich aus einer einfachen Übersäuerung sogar ein Magengeschwür beim Pferd entwickeln.

Stress als häufiger Auslöser

Stress zählt zu den häufigsten Ursachen für Magenprobleme beim Pferd. Transporte, Stallwechsel, Rangordnungsprobleme oder intensives Training können die Magensäureproduktion erhöhen und die empfindliche Magenschleimhaut reizen. Vor allem sensible oder leistungsorientierte Pferde reagieren häufig mit Symptomen wie Nervosität, Appetitlosigkeit oder Leistungsabfall.

Lange Fresspausen fördern Übersäuerung

Der Pferdemagen produziert rund um die Uhr Magensäure. Entstehen zwischen den Mahlzeiten zu lange Pausen, fehlt die schützende Speichelbildung durch das Kauen von Raufutter. Dadurch kann die Magensäure die Magenschleimhaut angreifen und Magenprobleme oder sogar ein Magengeschwür beim Pferd begünstigen. Eine kontinuierliche Versorgung mit Heu ist deshalb besonders wichtig.

Zu viel Kraftfutter belastet den Pferdemagen

Große Mengen Kraftfutter können den empfindlichen Magen des Pferdes zusätzlich belasten. Stärkehaltiges Futter wie Getreide erhöht das Risiko einer Übersäuerung und kann die natürliche Magenflora aus dem Gleichgewicht bringen. Vor allem bei zu wenig Raufutter steigt das Risiko für Magenprobleme deutlich an.

Medikamente können den Magen reizen

Bestimmte Medikamente, insbesondere entzündungshemmende Schmerzmittel, können die Schutzfunktion der Magenschleimhaut beeinträchtigen. Werden sie über einen längeren Zeitraum verabreicht, steigt das Risiko für Reizungen und Magengeschwüre beim Pferd. Medikamente sollten daher immer in Absprache mit dem Tierarzt eingesetzt werden.

Turniersport und intensives Training

Pferde im Turniersport sind besonders häufig von Magenproblemen betroffen. Intensive Belastung, häufige Transporte, ungewohnte Umgebungen und unregelmäßige Fütterungszeiten können den Magen stark beanspruchen. Studien zeigen, dass Sportpferde deutlich häufiger Magengeschwüre entwickeln als Freizeitpferde.

Boxenhaltung und zu wenig Bewegung

Eine reine Boxenhaltung ohne ausreichenden Weidegang oder Sozialkontakt kann Stress und damit auch Magenprobleme beim Pferd fördern. Pferde sind von Natur aus Dauerfresser und Bewegungstiere. Fehlen Beschäftigung, Bewegung und regelmäßige Futteraufnahme, wirkt sich das oft negativ auf die Magenfunktion aus.



Magengeschwür beim Pferd – woran erkennt man es?

Ein Magengeschwür beim Pferd entwickelt sich häufig schleichend und bleibt deshalb lange unbemerkt. Viele Pferde zeigen zunächst nur leichte Veränderungen im Verhalten oder in der Leistungsbereitschaft. Da die Symptome oft unspezifisch sind, werden Magenprobleme beim Pferd häufig erst spät erkannt. Umso wichtiger ist es, frühzeitig auf typische Warnsignale zu achten.

Zu den häufigsten Symptomen eines Magengeschwürs beim Pferd zählen:

  • wiederkehrende Koliken
  • Appetitlosigkeit oder langsames Fressen
  • Gewichtsverlust
  • stumpfes Fell
  • Leistungsabfall
  • Nervosität oder Unruhe
  • Zähneknirschen und Leerkauen
  • Gurtzwang beim Satteln
  • empfindliche Reaktionen im Bauchbereich
  • Kotwasser oder Verdauungsprobleme

Besonders Sportpferde und gestresste Pferde sind häufig betroffen. Aber auch Freizeitpferde können ein Magengeschwür entwickeln – etwa durch lange Fresspausen, zu viel Kraftfutter oder dauerhaften Stress in der Haltung.

Viele Pferdebesitzer bemerken zunächst nur kleine Veränderungen: Das Pferd frisst schlechter, wirkt lustlos beim Reiten oder reagiert plötzlich empfindlich beim Putzen und Gurten. Gerade diese unscheinbaren Symptome sollten ernst genommen werden, denn unbehandelte Magengeschwüre können die Lebensqualität und Leistungsfähigkeit des Pferdes deutlich beeinträchtigen.

Eine sichere Diagnose ist nur durch eine Gastroskopie möglich. Dabei untersucht der Tierarzt die Magenschleimhaut mit einer speziellen Kamera und kann feststellen, ob Entzündungen oder Magengeschwüre vorliegen. Je früher Magenprobleme beim Pferd erkannt werden, desto besser sind die Heilungschancen.

Um einem Magengeschwür beim Pferd vorzubeugen, spielen eine pferdegerechte Fütterung, ausreichend Raufutter, regelmäßige Bewegung und möglichst wenig Stress eine entscheidende Rolle.


Welche Arten von Magenproblemen/Magenerkrankungen gibt es?

Beim Pferd kommen verschiedene Magenerkrankungen vor. Die häufigsten sind:

Magengeschwüre (Equine Gastric Ulcer Syndrome -> EGUS)

Magengeschwüre gehören zu den häufigsten Magenerkrankungen beim Pferd. Dabei entstehen Schäden an der Magenschleimhaut durch überschüssige Magensäure. Besonders betroffen sind Sportpferde.

Man unterscheidet:

  • Veränderungen im drüsenlosen Teil des Magens
  • Veränderungen im drüsenhaltigen Bereich

Gastritis (Magenschleimhautentzündung)

Eine Gastritis beschreibt die Entzündung der Magenschleimhaut. Sie kann akut oder chronisch auftreten und geht häufig mit Schmerzen und Verdauungsstörungen einher.

Magenüberladung

Bei einer Magenüberladung ist der Magen übermäßig gefüllt, etwa durch hastiges Fressen oder stark quellende Futtermittel. Dies stellt einen tiermedizinischen Notfall dar.

Magendilatation

Hierbei erweitert sich der Magen krankhaft durch Gas- oder Flüssigkeitsansammlungen. Unbehandelt kann dies lebensbedrohlich werden.

Tumore oder seltene Veränderungen

In seltenen Fällen können auch Tumore oder strukturelle Veränderungen des Magens Beschwerden verursachen.


Wie wird ein Magengeschwür/Magenproblem diagnostiziert?

Da die Symptome oft unspezifisch sind, ist eine tierärztliche Untersuchung wichtig.

Klinische Untersuchung

Zunächst beurteilt der Tierarzt Allgemeinzustand, Verhalten und mögliche Schmerzreaktionen.

Gastroskopie

Die sicherste Methode zur Diagnose ist die Magenspiegelung bzw. Gastroskopie. Dabei wird ein Endoskop über die Nase in den Magen eingeführt. So können Veränderungen der Schleimhaut direkt sichtbar gemacht werden.

Vor der Untersuchung muss das Pferd in der Regel mehrere Stunden nüchtern bleiben.

Weitere Untersuchungen

Zusätzlich können sinnvoll sein:

  • Blutuntersuchungen
  • Kotanalysen
  • Ultraschall
  • Beurteilung von Haltung und Fütterung

Was hilft bei Magenproblemen beim Pferd?

Bei Magenproblemen beim Pferd ist schnelles Handeln wichtig, um Beschwerden zu lindern und Folgeerkrankungen wie ein Magengeschwür zu vermeiden. Neben einer tierärztlichen Abklärung spielen vor allem Fütterung, Haltung und Stressmanagement eine entscheidende Rolle. Mit der richtigen Unterstützung kann sich der empfindliche Pferdemagen oft gut regenerieren. Die Behandlung richtet sich nach Ursache und Schwere der Erkrankung.

Die richtige Fütterung bei Magenproblemen

Eine angepasste Fütterung ist die wichtigste Grundlage für einen gesunden Pferdemagen. Pferde sollten möglichst kontinuierlich Zugang zu hochwertigem Raufutter haben, damit die Magensäure durch regelmäßiges Kauen neutralisiert wird. Lange Fresspausen sollten vermieden werden, da sie die Übersäuerung des Magens fördern können.

Kraftfutter sollte nur in angepassten Mengen gefüttert werden. Besonders stärkehaltiges Futter kann den Magen zusätzlich belasten. Stattdessen profitieren viele Pferde von einer rohfaserreichen und magenfreundlichen Ernährung.

Heu vor dem Training schützt den Magen

Vor dem Reiten oder Training kann eine kleine Portion Heu helfen, den empfindlichen Magen zu schützen. Das Kauen regt die Speichelbildung an, wodurch Magensäure besser abgepuffert wird. Gleichzeitig bildet das Raufutter eine natürliche Schutzschicht im Magen. Besonders bei Sportpferden kann Heu vor dem Training das Risiko für Magenprobleme und Magengeschwüre deutlich reduzieren.

Luzerne als Unterstützung für den Pferdemagen

Luzerne wird häufig bei Magenproblemen beim Pferd eingesetzt, da sie reich an Rohfasern und Calcium ist. Diese Eigenschaften können helfen, überschüssige Magensäure zu binden und die Magenschleimhaut zu entlasten. Viele Pferde profitieren von kleinen Mengen Luzerne vor dem Training oder als Ergänzung zur täglichen Ration.

Stress reduzieren und Haltung optimieren

Stress gilt als einer der größten Risikofaktoren für Magenprobleme beim Pferd. Deshalb ist eine möglichst stressarme Haltung besonders wichtig. Regelmäßige Abläufe, ausreichend Sozialkontakt und genügend Bewegung können helfen, den Magen langfristig zu entlasten. Auch Transporte, häufige Stallwechsel oder intensive Trainingsphasen sollten möglichst gut geplant werden.

Weidegang und Bewegung fördern die Verdauung

Ausreichender Weidegang und tägliche Bewegung wirken sich positiv auf die Verdauung und das allgemeine Wohlbefinden des Pferdes aus. Pferde sind von Natur aus Dauerfresser und Bewegungstiere. Bewegung unterstützt die Magen-Darm-Tätigkeit und hilft dabei, Stress abzubauen – ein wichtiger Faktor bei der Vorbeugung von Magenproblemen.

Tierärztliche Behandlung bei starken Beschwerden

Besteht der Verdacht auf ein Magengeschwür beim Pferd, sollte immer ein Tierarzt hinzugezogen werden. Mithilfe einer Gastroskopie kann die Magenschleimhaut untersucht und eine sichere Diagnose gestellt werden. Je nach Befund kommen spezielle Medikamente zum Einsatz, die die Magensäure reduzieren und die Heilung der Magenschleimhaut unterstützen. Eine frühzeitige Behandlung verbessert die Heilungschancen deutlich.

Zusätzlich kommen je nach Befund infrage:

  • Schleimhautschützende Präparate
  • Entzündungshemmende Medikamente
  • Schmerzmittel
  • Infusionen bei schweren Fällen

Kontrolluntersuchungen

Bei schweren oder chronischen Verläufen kann eine erneute Gastroskopie sinnvoll sein.


Fütterung von Pferden mit Magenproblemen

Die richtige Fütterung spielt eine zentrale Rolle bei Behandlung und Vorbeugung.

Wichtige Grundsätze:

Die richtige Fütterung spielt bei Magenproblemen beim Pferd eine entscheidende Rolle. Ein empfindlicher Pferdemagen benötigt vor allem ausreichend Raufutter, regelmäßige Fresszeiten und eine möglichst magenfreundliche Zusammensetzung des Futters. Fehler in der Fütterung gehören zu den häufigsten Ursachen für Übersäuerung und Magengeschwüren beim Pferd.

Raufutter als wichtigste Grundlage

Hochwertiges Heu sollte die Basis jeder magenfreundlichen Pferdefütterung sein. Pferde produzieren rund um die Uhr Magensäure und sind darauf angewiesen, regelmäßig zu kauen. Durch das Kauen entsteht Speichel, der die Magensäure auf natürliche Weise neutralisiert und die Magenschleimhaut schützt.

Lange Fresspausen sollten deshalb unbedingt vermieden werden. Ideal ist ein möglichst kontinuierlicher Zugang zu Heu oder eine Fütterung in mehreren kleinen Portionen über den Tag verteilt.

Kraftfutter nur in Maßen

Zu große Mengen Kraftfutter können den Pferdemagen stark belasten. Besonders getreidereiches oder stärkehaltiges Futter erhöht das Risiko für Magenprobleme und Magengeschwüre beim Pferd. Viele Pferde profitieren von einer reduzierten Kraftfuttermenge und einer stärker rohfaserbasierten Ernährung.

Statt weniger großer Mahlzeiten sind mehrere kleine Portionen besser verträglich. So wird der Magen gleichmäßiger belastet.

Luzerne zur Unterstützung des Magens

Luzerne gilt als besonders magenfreundlich und wird häufig bei Pferden mit empfindlichem Magen eingesetzt. Durch den hohen Rohfaser- und Calciumgehalt kann Luzerne helfen, überschüssige Magensäure zu puffern. Viele Pferdebesitzer füttern Luzerne daher gezielt vor dem Training oder als Ergänzung zum Heu.

Heu vor dem Reiten füttern

Eine kleine Portion Heu vor dem Training kann helfen, den Magen zu schützen. Das Raufutter bildet eine natürliche Schicht im Magen und verhindert, dass Magensäure die empfindliche Magenschleimhaut angreift. Gerade bei Sportpferden ist diese Maßnahme sinnvoll, um Magenproblemen vorzubeugen.

Magenfreundliche Fütterung im Alltag

Eine magenfreundliche Fütterung beim Pferd sollte immer möglichst natürlich und stressfrei gestaltet werden. Dazu gehören:

  • ausreichend Raufutter
  • kurze Fresspausen vermeiden
  • mehrere kleine Mahlzeiten
  • wenig Stärke und Zucker
  • regelmäßige Fütterungszeiten
  • ausreichend Bewegung und Weidegang

Mit der richtigen Fütterung lassen sich viele Magenprobleme beim Pferd deutlich verbessern oder sogar langfristig vermeiden. Bei starken Beschwerden oder Verdacht auf ein Magengeschwür sollte zusätzlich immer ein Tierarzt hinzugezogen werden.


Prognose von Magenerkrankungen

Die Prognose ist in vielen Fällen gut, wenn Magenprobleme früh erkannt und konsequent behandelt werden.

Akute Schleimhautreizungen heilen oft innerhalb weniger Wochen ab. Chronische oder stark ausgeprägte Magengeschwüre benötigen dagegen häufig längere Therapiezeiten.

Entscheidend für den langfristigen Erfolg ist die dauerhafte Anpassung von Haltung, Training und Fütterung. Ohne Veränderungen kommt es häufig zu Rückfällen.


Praxisfall

Wallach „Sam“, 10 Jahre alt, zeigte über mehrere Monate zunehmenden Leistungsabfall und reagierte aggressiv beim Gurten. Zusätzlich fraß er sein Kraftfutter nur zögerlich und verlor etwas Gewicht.

Zunächst wurden Rückenprobleme vermutet. Erst eine Gastroskopie brachte die Ursache ans Licht: mehrere Magengeschwüre im drüsenlosen Bereich des Magens.

Die Behandlung bestand aus:

  • Medikamentöser Therapie
  • Mehr Heu
  • Reduzierung von Kraftfutter
  • Mehr Weidegang
  • Angepasstem Training

Bereits nach wenigen Wochen besserte sich das Verhalten deutlich. Nach Abschluss der Therapie war das Pferd wieder leistungsbereit und entspannter im Umgang.

Da die Ursachen von Magenproblemen individuell unterschiedlich sein können, ersetzt unser Ratgeber keine tierärztliche Diagnose oder Behandlung.


Fazit

Magenprobleme sind bei Pferden weit verbreitet und werden häufig zu spät erkannt. Da Pferde dauerhaft Magensäure produzieren, reagieren sie empfindlich auf Stress, Fresspausen und Fehler im Management.

Frühe Symptome wie Leistungsabfall, Gurtzwang oder Appetitlosigkeit sollten ernst genommen werden. Eine frühzeitige Diagnose und konsequente Behandlung verbessern die Heilungschancen erheblich.

Besonders wichtig sind eine pferdegerechte Fütterung, ausreichend Raufutter, stressarme Haltung und ein angepasstes Training.


Häufige Fragen zu Magenproblemen und Magengeschwüren beim Pferd

Wie häufig sind Magengeschwüre bei Pferden?

Magengeschwüre gehören zu den häufigsten Erkrankungen des Verdauungstrakts beim Pferd. Besonders häufig betroffen sind Sportpferde.

Können auch Freizeitpferde Magenprobleme bekommen?

Ja. Auch Freizeitpferde können durch Stress, falsche Fütterung oder lange Fresspausen Magenprobleme entwickeln.

Kann man Magenproblemen vorbeugen?

Ja. Ausreichend Heu, kurze Fresspausen, stressarme Haltung und angepasste Fütterung senken das Risiko deutlich.

Sind Magenprobleme beim Pferd heilbar?

In vielen Fällen ja. Entscheidend sind eine frühe Diagnose und konsequente Behandlung.

Welche Pferde sind besonders gefährdet?

Vor allem Sportpferde, gestresste Pferde sowie Tiere mit unregelmäßiger Fütterung oder langen Fresspausen gelten als besonders gefährdet.

Kann ein Pferd mit Magengeschwür geritten werden?

Ob ein Pferd mit Magengeschwür geritten werden kann, hängt von der Schwere der Beschwerden ab. Viele betroffene Pferde zeigen Schmerzen, Leistungsabfall oder Unwohlsein beim Training. Intensive Belastung kann die Symptome zusätzlich verschlimmern. Deshalb sollte bei Verdacht auf ein Magengeschwür beim Pferd zunächst ein Tierarzt hinzugezogen werden. Während der Behandlung sind angepasste Bewegung, stressarmes Training und ausreichend Erholungsphasen besonders wichtig.

Wie äußern sich Magenprobleme beim Pferd?

Magenprobleme beim Pferd können sich durch sehr unterschiedliche Symptome bemerkbar machen. Häufige Anzeichen sind Appetitlosigkeit, Gewichtsverlust, Leistungsabfall, Nervosität, Leerkauen, Zähneknirschen oder Gurtzwang. Manche Pferde reagieren empfindlich im Bauchbereich oder zeigen Verdauungsprobleme wie Kotwasser und leichte Koliken. Da die Symptome oft unspezifisch sind, bleiben Magenprobleme beim Pferd häufig lange unentdeckt.

Was füttert man bei Magenproblemen?

Bei Magenproblemen beim Pferd sollte die Fütterung besonders magenfreundlich gestaltet werden. Die wichtigste Grundlage ist hochwertiges Raufutter wie Heu, das möglichst über den gesamten Tag verfügbar sein sollte. Lange Fresspausen sollten vermieden werden. Kraftfutter sollte nur in kleinen Mengen gefüttert werden, da zu viel Stärke den Magen belasten kann. Viele Pferde profitieren zusätzlich von Luzerne, da sie helfen kann, überschüssige Magensäure zu puffern und die Magenschleimhaut zu schützen.

Wie lange dauert die Heilung?

Die Heilungsdauer bei einem Magengeschwür beim Pferd hängt vom Schweregrad und der Behandlung ab. Leichte Veränderungen der Magenschleimhaut können sich innerhalb weniger Wochen verbessern, während ausgeprägte Magengeschwüre oft mehrere Monate Behandlung benötigen. Entscheidend sind eine frühzeitige Diagnose, eine angepasste Fütterung sowie die Reduzierung von Stress. Regelmäßige Kontrollen durch den Tierarzt unterstützen den Heilungsverlauf.

Sind Freizeitpferde auch betroffen?

Ja, auch Freizeitpferde können Magenprobleme oder Magengeschwüre entwickeln. Zwar sind Sportpferde besonders häufig betroffen, doch auch bei Freizeitpferden können Stress, lange Fresspausen, falsche Fütterung oder Haltungsbedingungen den Magen belasten. Selbst Pferde mit wenig Training können Symptome entwickeln, wenn der empfindliche Pferdemagen dauerhaft gereizt wird.


Autor:

Leona Oestreich
Pferdeernährungsberaterin

Spezialisiert auf Pferde, die nicht zunehmen, Muskelaufbau und Stoffwechselprobleme

Leona arbeitet seit über 10 Jahren mit Pferden in Fütterungsberatung und Stallpraxis. Ihr Schwerpunkt liegt auf schwerfuttrigen Pferden, Senioren und Stoffwechselerkrankungen. Sie berät mehr als 200 Pferdehalter pro Jahr bei der Fütterung.

Qualifikationen:

  • Zertifizierte Pferdeernährungsberaterin
  • 10+ Jahre Praxiserfahrung
  • Fokus: Seniorenfütterung, Muskelaufbau, Stoffwechselprobleme
  • Pferdefutterberaterin mit Schwerpunkt auf schwerfuttrige und stoffwechselkranke Pferde
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